Praxis für Psycho­somatische Medizin, Psychotherapie, Coaching und Organisations­­beratung

Über Prof. Dr. Philipp Kuwert

Nach dem Medizinstudium und einer internistischen Promotion arbeitete ich viele Jahre in psychiatrischen Kliniken, zuletzt an der Universitätsmedizin Greifswald am Hanseklinikum Stralsund. Dort habilitierte ich 2010 zu den Spätfolgen von Kriegstraumatisierungen.

Bis 2019 leitete ich als Chefarzt die neu gegründete Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie am gleichen Standort. 2017 wurde ich zum außerplanmäßigen Professor der Universitätsmedizin Greifswald ernannt. 2019 habe ich dann den Sprung in die Selbstständigkeit gewagt und bin als Psychoanalytiker und Gruppenanalytiker in eigener Praxis in Stralsund tätig. Aus privaten Gründen baue ich nun meine Hamburger Praxis auf.

Parallel zu meiner klinischen Tätigkeit absolvierte ich eine umfassende Weiterbildung in Psychoanalyse und Gruppenanalyse sowie zum Balintgruppenleiter.

In meiner psychoanalytischen Arbeit orientiere ich mich neben Sigmund Freud insbesondere an den Ansätzen von D. W. Winnicott und W. R. Bion, die das therapeutische „Hier und Jetzt“ betonen, sowie an der französischen Psychoanalyse um Jacques Lacan mit ihrem Fokus auf Sprache und unbewusstes Begehren.

In meiner gruppenanalytischen Haltung bin ich einerseits von dem Matrixkonzept nach Foulkes und den Konzepten von Bion geprägt und beziehe die jüngsten Konzepte der relationalen (Tony Bass) bzw. intersubjektiven Psychoanalyse (Bob Stolorow, Chris Jaenicke) ein. 

Psychotherapie (Psycho-analyse/ Gruppenanalyse)

Psychoanalyse und Gruppenanalyse helfen Ihnen, tiefergehende persönliche Herausforderungen zu bewältigen, unbewusste Konflikte zu erkennen und Ihre inneren Ressourcen zu aktivieren.

Executive Coaching & Organisations­beratung

Executive Coaching für Führungskräfte und Organisationsberatung unterstützen Sie dabei, Ihre beruflichen Herausforderungen zu meistern und Ihre Führungskompetenzen weiterzuentwickeln.

Selbsterfahrung & Supervision

Selbsterfahrung und Supervision bieten Fachkräften die Möglichkeit, berufliche Herausforderungen zu reflektieren und sich persönlich sowie fachlich weiterzuentwickeln.

Psychotherapie

Psychoanalyse

Psychoanalyse bietet einen geschützten Raum, in dem Sie über das sprechen können, was Sie beschäftigt – auch über Dinge, die schwer in Worte zu fassen sind. In meiner Arbeit bin ich besonders von den Gedanken von Wilfred Bion und Donald Winnicott geprägt, die zeigen, wie wichtig es ist, dass Gefühle verstanden, „verdaut“ und innerlich gehalten werden können. Ich verstehe die Analyse als einen gemeinsamen Prozess zwischen Patient:in und mir als Analytiker, wie er in der modernen intersubjektiven und relationalen Psychoanalyse beschrieben wird. Auch die Ideen von Jacques Lacan spielen eine Rolle: dass unsere Erfahrungen und Konflikte, auch das subjektive Begehren, oft in Sprache und in unbewußten Bedeutungen verborgen sind. Mir ist sehr wichtig, dass daraus eine persönliche und lebendige Arbeit entsteht, in der Sie sich selbst besser verstehen und neue Wege im Umgang mit sich und anderen finden können.

Gruppenanalyse

Gruppenanalyse bietet die Möglichkeit, sich selbst im Spiegel anderer Menschen besser zu verstehen. In der Gruppe wird of deutlicher, wie wir Beziehungen gestalten, welche Gefühle dabei entstehen und welche Muster sich im Kontakt mit anderen wiederholen. Meine Arbeit ist stark durch meine langjährige und gründliche Weiterbildung bei GRAS e.V. geprägt, was die Tradition des London Institute of Group Analysis im deutschsprachigen Raum weiterführt. Dort war ich auch als Ombudsmann tätig. Neben den nach wie vor wichtigen klassischen gruppenanalytischen Konzepten von Bion und Foulkes beziehe ich auch die zeitgenössischen relationalen und intersubjektiven Perspektiven ein, die die Gruppe als einen gemeinsamen Erfahrungsraum verstehen. Viele Menschen erleben, daß die Begegnungen und Rückmeldungen in einer vertraulich arbeitenden Gruppe eine tiefgehende und transformative Wirkung haben kann.

Coaching und Organisations­beratung

Executive Coaching

Psychodynamisches Coaching ermöglicht, auch den unbewußten Anteil bei beruflichen Herausforderungen zu erkennen und in einen Entscheidungsprozeß einzubeziehen. Dabei geht es sowohl um das eigene Unbewußte, aber auch um das Unbewußte in dem Netzwerk, in dem man eingebettet ist. Hierbei ist das Gruppenkonzept von W. R. Bion hilfreich, das verdeutlicht, wie wir immer wieder in Gefahr laufen, statt einer Arbeitsgruppe in ungünstigere Gruppendynamiken hineinzugleiten, so z.B. in die „fight or flight“-Gruppe, oder die Grundanahme der Abhängigkeit, was kreative Entwicklungen nachhaltig blockieren kann. Psychodynamisches Coaching sollte dabei einerseits einsichtsfördernd, andererseits konsequent lösungs- und ressourcenorientiert sein. Dies gilt für sämtliche Settings, sei es als Einzelcoaching, bzw. Team- oder Organisationsberatung i.S. eines Großgruppenkonzeptes. Meine Haltung im Coaching ist einerseits psychoanalytisch und gruppenanalytisch geprägt; zusätzlich beziehe ich pragmatisch meine eigenen institutionellen Erfahrungen als langjähriger Ober- und Chefarzt bei kommunalen sowie privaten Trägern ein.

Selbsterfahrung und Supervision

Selbsterfahrung

Selbsterfahrung richtet sich an Menschen, die sich intensiver mit ihrem eigenen inneren erleben und ihren Beziehungsmustern auseinandersetzen möchten – besonders auch an Kolleg:innen aus therapeutischen, beratenden oder sozialen Berufen. Durch meine langjährige Arbeit als Psychoanalytiker und Gruppenanalytiker biete ich einen Rahmen, in dem persönliche Themen vertieft verstanden werden können. Dabei geht es nicht nur um Einsicht, sondern insbesondere darum, neue innere Erfahrungen zu ermöglichen und die eigene berufliche und persönliche Entwicklung zu vertiefen. Von der Ärztekammer Mecklenburg-Vorpommern besitze ich die Weiterbildungsermächtigung für Selbsterfahrung, Supervision und Balintgruppenleitung; eine Ermächtigung für Hamburg wird beantragt.

Supervision

In der Supervision unterstütze ich Therapeut:innen sowie Menschen aus beratenden und sozialen Arbeitsfeldern dabei, ihre Arbeit mit Patienten oder Klienten zu reflektieren. Mich interessiert besonders, was sich im Beziehungsgeschehen zwischen Behandler:in und Patient:in abspielt, dem „intersubjective third“ (Ogden). Meine Perspektive ist psychoanalytisch und gruppenanalytisch geprägt, zusätzlich fliessen meine langjährigen psychiatrischen Erfahrungen, zuletzt als Klinikleiter, ein. Als Vorsitzender der Fachkommission Psychoanalyse bei der Ärztekammer Mecklenburg-Vorpommern liegen mir Fragen der Aus- und Weiterbildung besonders am Herzen.

Nach oben scrollen